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Bewegung bei den Staatsanleihen: Salvini und Italien, Bundesanleihen mit Negativzins, Droht ein China-US-Bond-Abverkauf?

Es gibt Bewegungen im Bondmarkt: Nachdem Italiens Innenminister Matteo Salvini verkündet hat, dass er die Regierungskoalition aufkündigen will, haben vor allem die Renditen für Staatsanleihen reagiert. Zinsexperte Christoph Rieger: "Die Marktsicht über Italien hat sich gewandelt. Noch vor Kurzem war der Markt beruhigt über die Aussichten, das wir Neuwahlen bekommen. Inzwischen hat man überwiegend Sorgen, dass eine von Salvini geführte Regierung die Lage eher noch verschlimmern wird. Das Szenario ist aber zumindest auf kurze Sicht abgewendet." Die deutschen Staatsanleihen sind dagegen erstmals in der Geschichte allesamt in die Negativrendite gerutscht. Attraktiver erscheinen US-Anleihen. Doch hört man hier ja immer wieder von der Bedrohung, dass China die großen Bestände an US-Bonds auf den Markt schmeißen könnte. Ist das eine realistische Gefahr?
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 14.08.2019 um 11:36

Handelskrieg + Währungs-Krieg - Gold Sechsjahreshoch - noch einsteigen? - Sichert die Royal Navy nun den Ölpreis ab?

Der Goldpreis ist auf einem Sechsjahreshoch. Ist es nur dem trumpschen Handels-Krieg geschuldet, dass die "Antikrisen-Währung" so steigt? Befeuert der Währungskrieg mit China den Goldpreis noch weiter? Der Kurs der chinesischen Währung ist auf ein Elfjahrestief zum USD gefallen. Rund sechs Jahre lang dümpelte der Goldpreis in einer engen Bandbreite von 200 Dollar vor sich hin. Ist ein Einsteig noch sinnvoll? In Zeiten wirtschaftlicher Unruhe fühlen sich Gold-Anleger pudelwohl. Gilt dieser Anstieg auch für das Silber? Großbritannien wird sich der Sicherheitsmission der USA in der Straße von Hormus anschließen. Sichert also nun die Royal Navy den Ölpreis ab?
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 06.08.2019 um 13:22

Trumps-Zölle, Rezession, Brexit - was heißt das für den DAX - 11.800, 11,600, 11.200 oder 10.xxx?

König-Trump schockt uns mal wieder: Trump will China "höllenmäßig besteuern". Heißt das, jetzt kommt eine stärkere Rezession? Die Fed hat es geschafft, den Druck auf Trump zu erhöhen den Handelskonflikt zu lösen. Andreas Hürkamp: "Hätten wir nicht die Notenbanken, wäre der DAX nicht bei 12.000 Punkten, sondern bei 10.000! Ich könnte mir vorstellen, jetzt kommt ja auch die saisonal schwache Phase, dass wir noch mal Richtung 11.200 fallen, für die nächsten 4–8 Wochen. Meine Prognose mit 11.800 Punkten ist sogar noch optimistisch geworden. In den nächsten sechs Monate werden wir weiter fallende Gewinnerwartungen bekommen am deutschen Aktienmarkt. Meine größte Hoffnung ist: es gibt eine Notenbank, die weigert den Leitzins zu senken und das ist die Bank of China!"
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 02.08.2019 um 16:00

Herr Timmermann - Ist Draghi schuld, wenn Trump sauer wird und die Zölle in Europa erhöht?

Die EZB schließt nichts mehr aus, die Europäische Zentralbank kündigte ein großes Maßnahmenpaket an. Warum waren dann die Anleger am Donnerstag nach der EZB-Sitzung so enttäuscht, der DAX fiel 300 Punkte? Thomas Timmermann: "Warum haben wir nicht eine Liquidität induzierte Hausse am Aktienmarkt, weil der Glaube letztendlich sinkt, dass eine noch lockere Geldpolitik insbesondere noch mehr helfen kann?" Kommt es vielleicht zu einer Rezession? "Sollte die EZB eine noch schärfere Geldpolitik fahren, dann könnte die USA auf die Idee kommen, dass das eine Manipulation des Euros ist und dann sollten wir mit Europa verschärft über die Zölle reden".
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 26.07.2019 um 16:33

Achim Matzke: US-Rallye "The trend is your friend und es läuft weiter" - DAX: "keine Trendwende in Sicht"

Achim Matzke, Commerzbank: "Mit Blick auf die technische Sicht haben wir einen relativ simplen Aufwärtstrend an den US Börse. The trend is your Friend und es läuft weiter. Das Jahr vor den US-Präsidentschaftswahlen ist in der Regel ein gutes Börsenjahr." Im Gegensatz zum DAX: "Bei den Sektoren Chemie und Automobil gibt es Fragezeichen. Es gibt Konjunkturängste. Wir sehen aus technischer Sicht im DAX erst mal auch keinen Wechsel."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 18.07.2019 um 10:13

Währungsupdate: Wie groß ist der politische Einfluss auf die Notenbanken? Und welche Zukunft haben die Kryptowährungen?

Seit der Diskussion um die Facebook-Digitalwährung Libra sind Kryptowährungen in der öffentlichen Wahrnehmung wieder sehr präsent. Wie relevant werden Kryptos wie Libra oder Bitcoin für den Devisenmarkt? Ulrich Leuchtmann: "Ich glaube nicht, dass das als Währung im klassischen Sinne Verbreitung finden wird. Als Transaktionsmittel sehr wohl. Aber nicht als Wertaufbewahrung. Da haben die klassischen Währungen einen Vorteil, nämlich die Notenbanken". Gerade in den USA und Europa wollen die wieder expansiver werden. Was bedeutet das für den Euro/Dollar? Und wie viel Einfluss wird die Politik nehmen, siehe Negativbeispiel Türkei?
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 15.07.2019 um 11:51

Dr. Jörg Krämer: Droht jetzt ein US-Handelskrieg mit Europa? "Am Ende muss sich die EU entscheiden zwischen den USA oder China"

Zwischen den USA und China gibt es seit dem G20-Gipfel eine Art Burgfrieden. Dr. Jörg Krämer: "Der Markt ist erst mal erleichtert, das kann ich verstehen. Aber langfristig hat sich nichts daran geändert, dass zwischen den USA und China eine tiefgreifende Rivalität besteht. Ich befürchte, dass diese Konkurrenz das 21. Jahrhundert prägen wird." Nach dem vorübergehenden Waffenstillstand nimmt Donald Trump sich nun Europa vor. Welche Folgen hat das? "Am Ende muss sich die EU entscheiden zwischen einer westlichen Sphäre, geführt von den USA oder einer östlichen Sphäre, geführt von China."
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 02.07.2019 um 11:38

Woher soll das alpha kommen? Thomas Meyer zu Drewer: Warum ist ETF hier die richtige Antwort?

Eines der Themen, über das Finanzprofis, Fondsmanager und Vermögensverwalter Mitte 2019 diskutieren, ist die Frage "Prämien statt Zins - woher soll das ganze alpha kommen?". So auch auf dem Funds Excellence Kongress in Frankfurt. An der entsprechenden Podiumsdiskussion hat auch Thomas Meyer zu Drewer teilgenommen und dort den ETF-Part übernommen. Welche Argumente sprechen für ETFs, auch für Profis? "Die Akzeptanz ist deutlich gestiegen."
 
 

Interview mit Herrn Thomas Meyer zu Drewer (Geschäftsführer von ComStage), veröffentlicht am 28.06.2019 um 09:14

Thomas Timmermann: Absicherung hat funktioniert - jetzt weiter absichern oder bereit machen für steigende Kurse?

Die Lage an den Börsen hat sich weiter verschärft. Zusätzlich zu den üblichen Sorgen kommt nun noch der Nahe Osten. "Auf der fundamentalen Seite hat sich alles verschärft, aber auf der technischen Seite gibt es einen großen Gegenspieler, der dafür sorgt, dass die Aktien nicht richtig unter Druck kommen: das sind die Zinserwartungen. Und die sind verbunden mit den Inflationserwartungen." Also sind dann steigende Kurse oder fallende Kurse zu erwarten? Oder weiter ein Seitwärtsmarkt? Mit welcher Strategie und welcher Absicherungsstrategie geht Thomas Timmermann in die nächsten Wochen? Und wo liegen die großen Risiken?
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 17.06.2019 um 15:56

Christoph Rieger: Bundesanleihe fällt auf Rekordtief von -0,27 % - keine Aussicht auf Besserung?

Die zehnjährige Bundesanleihe fällt auf Rekordtief von -0,27 %. Wie kann das sein? Und warum ist die Nachfrage weiterhin so groß? Immerhin ist das Anleihekaufprogramm der EZB ja ausgelaufen. Ist das ein "sicherer Hafen" Effekt? Zinsexperte Christoph Rieger: "Das wird häufig vermutet, dass das dahintersteckt. Ich vermute aber, dass das eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Ich glaube eher, dass es eine Neubewertung der Lage gegeben hat. Ich vermute, dass die EZB-Zinserwartungen hierfür verantwortlich ist." Was also ist zu erwarten von EZB und vor allem Fed, wo der Markt ja bereits mehrere Zinssenkungen einpreist?
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 14.06.2019 um 13:18

Ölpreis fällt, Goldpreis steigt - geht das so weiter? Eugen Weinberg: "Goldpreis bis zu 10 % unterbewertet"

Der Ölpreis ist zuletzt dramatisch gefallen. Und das, obwohl durch die Situation in Venezuela und dem Iran, aber auch die Strategie der OPEC eher eine Verknappung entstanden ist. Welche Rolle spielt der Handelskonflikt? Eugen Weinberg: "Das hat einen Einfluss auf die erwartete wirtschaftliche Entwicklung. Wenn die Nachfrage fällt, kann ein Preisrückgang das nicht ausgleichen." Der Goldpreis dagegen ist zuletzt deutlich angestiegen. Ist das wieder der klassische Effekt des sicheren Hafens? Und kann diese Entwicklung so weitergehen? "Der Goldpreis ist bis zu 10 % unterbewertet."
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 04.06.2019 um 13:46

DAX verteidigt 12.000 Marke - Handelskonflikt dämpft den Welthandel - TechDax läuft gut - Sensex ist sexy!

Die Europawahl ist vorbei und der DAX verteidigt die 12.000 Punkte-Marke. Achim Matzke Commerzbank: "Es wäre ein schöner Erfolg, wenn der DAX die 200-Tage Linie, die im Bereich um 11.600 Punkte liegt, verteidigen kann." Der Handelskonflikt und Brexit sorgen für einen gedämpften Welthandel und zu einem Abschwächen der Konjunkturen. Während in Deutschland die "konjunktursensitiven Sektoren wie die Automobilindustrie mit Kursverlusten zu kämpfen haben", läuft es beim Tech-DAX im innerdeutschen Vergleich gut. Den Sensex Index in Indien gibt es seit mittlerweile 40 Jahren und ist "eine sensationelle Erfolgsstory. In lokaler Währung hat dieser Index 16 % zugelegt. Indien ist von den sogenannten BRICS-Staaten das Land, was langfristig eine super Perspektive hat."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 29.05.2019 um 10:30

Folgen der EU-Wahlen - Warum wäre es für die Börsen besser, wenn Weber nicht Kommissionspräsident werden würde?

Dr. Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank zur EU-Wahl 2019: "Es läuft immer darauf hinaus, dass der deutsche Manfred Weber vermutlich neuer EU-Kommissionspräsident wird. Das wäre aber schlecht für die Börsen, denn dann würde vermutlich nicht noch ein Deutscher neuer EZB-Präsident werden. Sollte Weber nicht Präsident werden, dann wäre Jens Weidmann auf einmal wieder im Rennen und dann könnte er Präsident der Europäischen Zentralbank werden. ... Eine der indirekten Folgen eines Rechtsrucks des Europäischen Parlamenten wäre in den EU-Ländern indirekt zu spüren, wie zum Beispiel Italien, die dann den Druck auf die EU im Haushaltsstreit erhöhen können".
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 24.05.2019 um 10:56

Commerzbank 2x auf dem Treppchen beim Zertifikate Award Austria 2019 - 1. Platz bei Hebelprodukten verteidigt

Bei den Zertifikate Award Austria schaffte es die Commerzbank zweimal aufs Treppchen, sogar ein 1. Platz war dabei: in der Kategorie Hebelprodukte. "Wir bieten da ein breites Spektrum." Was wollen die Kunden? "Der Kunde möchte schnell frische Ware und er möchte aufgeklärt sein." Im Bereich Sekundärmarkt wurde der 2. Platz erreicht. "Das ist das Produkt, das den Selbstentscheider anspricht."
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 15.05.2019 um 09:10

Ein sehr entspannter Thomas Timmermann: "Wir setzten auf Seitwärtsrenditen!"

Thomas Timmermann ist nach der Twitter-Attacke im Zollstreit mit China sehr entspannt, obwohl der DAX an einem Tag um 2 % gefallen ist: "Wir sind jetzt die ganz Zeit nach oben gegangen, jetzt kommen wir mal einen Tag zurück, wir sind quasi auf dem Niveau der Vorwoche gelandet, da ist noch gar nichts passiert." … "Wir setzten auch sehr auf Seitwärtsrenditen, wir gehen davon aus, dass der Markt in den nächsten Wochen weiter konsolidieren wird!"
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 06.05.2019 um 15:45

Thomas Meyer zu Drewer: wie diversifiziere ich mit ETFs?

Beim Investment in ETFs muss man auf verschiedene Dinge achten. Wie ist es zum Beispiel mit Diversifikation? Immerhin sind ETFs zum Teil ja schon auf große Indizes fokussiert, wie zum Beispiel den MSCI World, der ja selbst schon recht diversifiziert ist. Sollte ich als Anleger immer über mehrere Märkte diversifizieren? Brauche ich verschiedene Themen-ETFs? Und muss ich auch mit ETFs über verschiedene Assetklassen diversifizieren?
 
 

Interview mit Herrn Thomas Meyer zu Drewer (Geschäftsführer von ComStage), veröffentlicht am 23.04.2019 um 09:42

Trend: Bonus- und Reverse Bonus-Zertifikate - bei Seitwärtsbewegungen oder in fallenden Märkten eine positive Rendite erzielen

Anouch Wilhelms: "Warum überhaupt etwas anderes kaufen als eine Aktie? Das haben wir vor allem 2018 gesehen, als der DAX um 18 % gefallen ist. Das klassische Absicherungsinstrument ist ein Put-Optionsschein und ist vergleichbar mit einer KFZ-Versicherung. Wenn ich die Versicherung nicht brauche, ist die Versicherungsgebühr weg. Bei einem Reverse Bonus-Zertifikat kann ich in fallenden oder Seitwärts-Märkten eine positive Rendite erzielen. Das ist gut, wenn ich grundsätzlich Aktionär sein möchte, sehe aber für die jeweilige Aktie kein Potenzial."
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 16.04.2019 um 08:24

Sophia Wurm: "Die Anleger wissen im Moment nicht, ob sie dem Markt trauen können!"

Sophia Wurm, Commerzbank: "Auf der einen Seite wissen die Anleger auf der Invest 2019 nicht, ob sie dem Markt trauen können, ob das Niveau, was wir erreicht haben, nachhaltig ist, ob sie noch weiter investieren sollen. Und sie sind darüber hinaus auf der Suche, welche Trends es noch gibt." Wie psychologisch wichtig war die 12.000er Marke im DAX? "Kurzfristig sieht der Markt sehr robust aus. Europa ist in den internationalen Portfolios massiv untergewichtet!"
 
 

Interview mit Frau Sophia Wurm (Technische Analystin), veröffentlicht am 11.04.2019 um 16:07

US-Börsen top, chinesische Börse nach oben geschossen, Höchstkurse in Indien - Warum läuft DAX hinterher? - Aufholpotential?

Achim Matze, Commerzbank: "Die US-Börsen sind in einer guten Verfassung. In China gibt es ein enormes Konjunktur-Programm, die chinesische Börse ist nach oben geschossen. Wir haben neue Höchstkurse in Indien, neue Topkurse in Brasilien. Wie man sieht, setzt die Welt darauf, dass die Konjunkturschwäche im 2. Halbjahr 2019 ausläuft." Warum hängen Deutschland und Europa hinterher? ... "Brexit und hinzukommt noch die Zusammensetzung im DAX, er läuft hinterher und hat Aufholpotential."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 10.04.2019 um 09:53

Dr. Jörg Krämer: kommt der harte Brexit? "Ich glaube an eine Einigung in letzter Sekunde"

Gleich drei wichtige Themen müssen mit Dr. Jörg Krämer als Chefvolkswirt besprochen werden: der Brexit ("Ich glaube an eine Einigung in letzter Sekunde"), der Handelskonflikt ("China leidet auch unter hausgemachten Problemen. Nur eine Beendigung des Handelskonflikts reicht nicht aus") und die Notenbankpolitik. Wie schlecht steht es um die Konjunktur? "Wir befinden uns im Graubereich zwischen einer markanten Wachstumsabschwächung und einer Rezession". Welchen Einfluss haben all diese Themen auf die Börse? "Dass der DAX zweistellig im Plus steht, liegt ja nicht an den Fundamentaldaten."
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 09.04.2019 um 12:49

Thomas Timmermann: "Der gute Markt nimmt was vorweg!"

Thomas Timmermann, Commerzbank: "Wir haben ja ein paar Dinge, die noch nicht so gelöst sind, Handelskrieg China-USA, in diesem Handelsstreit könnte es eine Lösung geben. Das gäbe einen Schwung, auch für europäische Börsen und erst recht für den DAX. Dann haben wir den Brexit, der vor sich hin leiert. Hier gibt es die Hoffnung auf einen geordneten Austritt, dann wären schon mal zwei ganz große Fragezeichen weg, die die Märkte belasten. Es lohnt sich auch der Blick über den Ozean!"
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 07.04.2019 um 19:03

Der Langfrist-Aspekt spielt bei ETFs eine sehr große Rolle

Thomas Meyer zu Drewer: "Ja, man muss immer noch ETFs erklären. Die wichtigste Frage ist immer, was ist mein Anlageziel: Sie brauchen eine Toleranzzeit, dass Sie nicht zum Tiefstpunkt verkaufen müssen. ETF Sparpläne haben zwei große Vorteile, zum einen ist es eine Disziplinierung, denn das Geld wird dann regelmäßig einbezahlt. Der zweite Punkt ist, Sie haben nicht das Problem des Markttimings. Denn eines der Hauptprobleme ist, dass man überlegt, wann man einsteigen sollte."
 
 

Interview mit Herrn Thomas Meyer zu Drewer (Geschäftsführer von ComStage), veröffentlicht am 04.04.2019 um 10:32

Thomas Timmermann: Das Geld der Babyboomer landet im Sparstrumpf, nicht im Konsum! - Ein Problem für die Wirtschaft?

Thomas Timmermann: "Die Babyboomer sind die Generation bis Jahrgang 64. Das Phänomen mit dieser Generation ist, dass wir null Zinsen haben. Die Babyboomer, die in 10 bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen, verdienen zurzeit noch recht gut Geld und würden gerne dieses Geld sicher und hoch verzinst anlegen. Es gibt aber keine Anlagen, was aber dazu führt, dass sie immer noch mehr sparen, statt das Geld für Konsum, Auto, Küche und Co auszugeben". Zur Börse: "Derzeit stimmt die Stimmung an den Börsen nicht mit der Entwicklung überein!" Welche Absicherung fährt der Fondsmanager?
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 29.03.2019 um 14:22

Sparen an der Börse leicht gemacht? Mit Vermögensstrategie-ETFs

Besucher eines Börsentags wie am vergangenen Wochenende in Frankfurt stellen sich die alte Frage: Wohin mit dem Geld? Immerhin gibt es bei klassischen Sparprodukten keine oder kaum Rendite mehr. Holger Fertig präsentiert den Börsentagbesuchern nun aber eine Möglichkeit, mit der "Sparen an der Börse leicht gemacht" wird: Vermögensstrategie-ETFs. Was ist das und wie funktioniert das? Welche Anleger sollten sich dafür interessieren?
 
 

Interview mit Herrn Holger Fertig (Produktmanager Zertifikate und ETF), veröffentlicht am 25.03.2019 um 10:26

Achim Matzke: Comeback-Rallye setzt sich weiter fort - Brexit Chaos geht weiter, aber entschärft

Statt am 29. März 2019 sollen die Briten die EU nun am 22. Mai verlassen. Das Brexit Chaos geht weiter? Achim Matzke: "Der Brexit ist eher ein politisches Problem. Denn die Unternehmen bekommen immer mehr Zeit, sich auf einen Non-Deal Brexit vorzubereiten. Auf die abkühlende Konjunktur hat die US-Notenbank reagiert und die Finanzmärkte setzten nun darauf, dass die Konjunktur wieder kommt".
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 22.03.2019 um 10:18

Hohe Volatilität: "genau dann sind Discount-Zertifikate besonders attraktiv" - Beispiel Wirecard

Hohe Vola - hohe Abschläge, Anoch Wilhelms: "Ich bin ein Fan von Dicount-Zertifikaten." Wie kann man einen klassischen Discounter günstiger kaufen? "Man muss Aktienfan sein, um ein Discount-Zertifikat auch zu mögen. Wenn man einen Discounter kauft, heißt das, man kauft eine Aktie. Aber man traut der Aktie nicht mehr viel Performance zu. Deswegen hat das Zertifikat eine Gewinnbegrenzung. Für den Nachteil bekommt man eine Sonderrendite. Der Nachteil ist, dass man am Ende noch Aktionär wird, wenn es schlecht läuft. "
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 12.03.2019 um 07:16

Devisenmarkt im Fokus: Euro/Dollar nach der EZB-Sitzung, Renminbi im Handelskonflikt, britisches Pfund vor Brexit

Nicht nur die Börsen haben auf die Ergebnisse der EZB-Sitzung reagiert, sondern auch der Euro, der sogar unter 1,12 gefallen war. Neben der Euroschwäche kam aber auch noch eine Dollarstärke hinzu. "Die ist eigentlich nicht wirklich zu erklären und unserer Ansicht nach sollte sie nicht weiter laufen oder sogar korrigieren." Auch der chinesische Renminbi ist im Fokus inmitten des Handelskonflikts. Drängendes Thema dürfte wohl das britische Pfund werden, wenn die Abstimmung über das Brexit-Abkommen ansteht.
 
 

Interview mit Frau Thu Lan Nguyen (Devisenstrategin / FX Strategist), veröffentlicht am 08.03.2019 um 16:09

Wendepunkt? "Genau bei 11.455 DAX-Punkten - Wenn es uns gelingt, den Abwärtstrend zu durchbrechen," ...

Thomas Timmermann, Commerzbank: "Seit Jahresbeginn 2019 hatten wir im DAX ein Plus von 8,6 %, beim MDAX von 12,4 % beim S&P 11,5 % Nasdaq 12,4 %. Das einzige, was das Bild ein bisschen eintrübt, ist: da wo wir jetzt sind, waren wir Anfang Dezember. Wir sind jetzt am mittelfristigen Abwärtstrend vom DAX, der seit Mitte letzten Jahres läuft. Wenn es uns gelingt, diesen Abwärtstrend zu durchbrechen, dann ..."
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 26.02.2019 um 12:27

Sophia Wurm: "Die DAX-Erholungsbewegung ist noch nicht abgeschlossen" - bessere Chancen in den Schwellenländern?

Der DAX ist wieder auf Jahreshochs. War es das schon oder geht da noch was im DAX? "Man muss unterscheiden zwischen der trading-orientierten kurzfristigen Situation und der langfristigen Situation. Kurzfristig ist der DAX weiterhin in einer intakten Erholungsbewegung. Die ist auch noch nicht abgeschlossen. Aber mittel- und langfristig muss man sich darauf einstellen, dass wir auch nochmal neue Tiefs sehen." Sind also ETF auf Standardindizes gerade sinnvoll? "Die Investoren haben tendenziell schon investiert. Allerdings eher auf globaler Ebene und nicht in Europa." Da sind zum Beispiel die Schwellenländer in den Fokus gerückt. Wie gut sind dort die Chancen?
 
 

Interview mit Frau Sophia Wurm (Technische Analystin), veröffentlicht am 22.02.2019 um 12:01

Brexit Spezial - Dr. Jörg Krämer: "Das Risiko ist gestiegen, dass es zu einem Unfall kommt!"

Dr. Krämer: "Das Problem ist ja, dass sich Therasa May und auch die Europäische Union eingegraben haben. Die Zeit verrinnt und das Brexit-Datum rückt immer näher, ohne, dass wir eine Einigung haben. Das Risiko ist gestiegen, dass es zu einem Unfall kommt! Wenn die EU Kommission nur halb so gnädig wäre mit Großbritannien, wie sie es mit dem massiven Defizitsünder Italien war, dann wäre eine Einigung im Brexit-Streit möglich!"
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 14.02.2019 um 11:24

Eugen Weinberg: Rohstoffausblick 2019 - "Gold besitzt seit vielen Jahren auch ein spekulatives Potenzial"

Eugen Weinberg gibt auf dem Fondskongress 2019 einen ausführlichen Rohstoffausblick. Angeblich laufen Rohstoffe in der Spätphase des Zyklus besonders gut. Wird also ein gutes Rohstoffjahr? Eugen Weinbergs Meinung zu Gold: "Ich kann mir gut vorstellen, dass, auch wenn unsere relativ konservative Prognose von 1.350 zum Jahresende schneller eintritt, die Goldpreise weiter zulegen können. Denn solange die Themen Volatilität an den Aktienmärkten, ungutes Gefühl, geopolitische Spannungen und gleichzeitig niedrige Zinsen uns erhalten bleiben, gibt es keinen Grund, sich von Gold zu trennen. Eher werden neue Kunden und die Zentralbanken auf das Gold aufmerksam". Eugen Weinberg erklärt, warum der Ölpreis volatil bleiben wird und er eine starke Nachfrage bei Metallen sieht. Welche Rolle spielen die Konjunktur und das Seidenstraßenprojekt Chinas?
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 07.02.2019 um 08:59

Achim Matzke: aktuell wichtiges Signal im DAX - "diese Jahresanfangsrallye wird jetzt an Schwung verlieren"

Eines der Themen auf dem Fondskongress 2019: Die Börsen haben zu Jahresbeginn eine Rallye hingelegt. Nun kamen auch noch positive Signale der US-Notenbank Fed. "Die Wall Street hat mit der Auftaktrallye auf eine solche Entwicklung gesetzt. Deshalb erwarte ich, dass es jetzt eher ein mixed Picture gibt". Auch der DAX hat eine Rallye gezeigt. Doch endet das jetzt? "Der heutige Donnerstag war ein Reversal Tag. Das deutet darauf hin, dass diese Rallye an Schwung verliert und in eine Konsolidierung übergehen wird." Was ist gerade spannend?
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 31.01.2019 um 16:29

Bonuszertifikate sind in Seitwärtsmärkten wieder mehr gesucht - Beispiel Aixtron

Anouch Wilhelms, Commerzbank: "Wo wir gerade mehr Nachfrage sehen sind Bonuszertifikate. Das ist eine Produktgruppe, bei der man sich nicht wirklich entscheiden muss. Sie sind als Alternative zu einer Aktie oder zu einem Aktien-Index zu sehen. Sie können, obwohl der DAX sich nicht viel bewegt, zweistellige Renditen machen. Bei uns war zum Beispiel ein Bonuszertifikat von Aixtron Top 1 bei den Käufen. Bei diesem Schein machen Sie rund 24 % Rendite im Jahr, wenn Aixtron über das Gesamtjahr 2019 zu keinem Zeitpunkt bei 5 Euro gehandelt wird. Risiko: Die Aktie darf nicht stark fallen. "
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 24.01.2019 um 09:04

Thomas Timmermann, Commerzbank: "Nur zugreifen, wenn … Gehen Sie diese Checkliste durch, wenn Sie Aktien kaufen!"

Super Andrang und Interesse der Besucher in Dresden am Börsentag, Sa. 19. Jan. 2019. Thomas Timmermann: "In den USA hat die Korrektur gerade begonnen, kein Grund zum Kauf, höchstens zum Beimischen. Gehen Sie diese Checkliste durch, wenn Sie Aktien kaufen: 1) verstehen Sie, was die Aktie macht. Habe ich die Zeit, sie zu verfolgen und auch ein Stop Loss zu setzten, falls meine Meinung falsch ist? 2) Prüfen Sie, wie es mit der Digitalisierung aussieht. Kann das Geschäftsmodell durch eine App verschwinden? 3) Hat die Aktie vielleicht extreme regulatorische Probleme? Gibt es Vorschriften, die den Verkauf der Produkte stark einschränken? 4) Und wo verkauft diese Aktie die Produkte? 5) ..."
 
 

Interview mit Herrn Thomas Timmermann (Bereichsleiter Asset Management IB), veröffentlicht am 20.01.2019 um 10:21

Andreas Hürkamp: Brexit, China, Autobauer - Was ist 2019 möglich im DAX?

Die Abstimmung zum Brexit-Abkommen ist gescheitert, der DAX reagiert mit Plus. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es ein zweites Referendum geben wird und der Brexit abgesagt wird, ist unserer Meinung nach gestiegen. Das wäre für den deutschen Aktienmarkt das Szenario, das man sich wünschen würde". Viel wichtiger ist aber ein anderes Thema: China. Dort schwächen sich die Daten ab, das spüren wir auch bei uns, zum Beispiel in der Automobilbranche. Besonders wichtig ist das Geldmengenwachstum. Die Notenbank will bereits reagieren. Was also ist möglich im Jahr 2019 für den DAX? "Das Schlimmste ist vorbei!"
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 16.01.2019 um 13:32

Neues Jahr, weniger US-Zinsen?

Christoph Rieger Commerzbank: "Es sieht ganz danach aus, dass die Märkte Ihre Ansichten hinsichtlich der Zinsentwicklung vor allen Dingen in den USA deutlich revidiert haben in den letzten Wochen. Mittlerweile preist der Markt eine gewisse Zinssenkung selbst in diesem Jahr ein!" Was bedeuten das für die Aktien- und Anleihenmärkte?
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 11.01.2019 um 13:59

Jahresausblick Währungen 2019: Flash Crash Yen, Euro/Dollar, britisches Pfund vor Brexit, sicherer Hafen Schweizer Franken?

Zu Jahresbeginn gibt es gleich das erste Devisenthema; den Flash Crash im japanischen Yen. Wie konnte das passieren und müssen wir uns darauf einstellen, dass sich so etwas wiederholt? Mit Blick auf das Jahr 2019 ist aus unserer Sicht der Euro/Dollar besonders wichtig. Devisenexperte Ulrich Leuchtmann: "Ich glaube, dass der Euro/Dollar das Potenzial hat zu steigen." Außerdem: das britische Pfund vor dem Brexit, und die Frage, ob sich der Schweizer Franken als sicherer Hafen eignet.
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 04.01.2019 um 16:27