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Aktienstratege Hürkamp: "Der Markt unterschätzt die US-Wahl - Denken sie an Gewinnmitnahmen!"

Der Markt gewinnt, der Markt verliert. Das ist nicht ungewöhnlich. Allerdings ist die Volatilität derzeit recht hoch. Andreas Hürkamp: "Etwa bis zur US-Wahl kann ich mir weiter einen stark schwankenden DAX vorstellen. Das liegt an den starken Hilfsprogrammen der Regierungen zum einen, zum anderen nehmen Investoren auch Gewinne mit." Kritisch sieht der Experte die Tendenz viele Staaten, sich weiter zu verschulden. "Das ist natürlich verlockend, wenn sich Staaten im Niedrigzinsumfeld verschulden. Aber ich bin sehr skeptisch. Vor allem den US-Dollar sehe ich schwächer, da die USA eine sehr unsolide Finanzpolitik betreiben." Auch die Rallye bei den Techwerten wird nicht ewig so weitergehen. "Wir zahlen zu viel für US-Techwerte, das wird mittelfristig eine Korrektur geben! Denken sie an Gewinnmitnahmen, das stärkste Momentum liegt hinter uns."
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 29.09.2020 um 15:52

Eugen Weinberg: Gold und Silber Konsolidierung als Einstiegschance oder Trendwende?

Der Goldpreis hat 2020 eine starke Rallye hingelegt bis auf neue Allzeithochs. In den letzten Wochen konsolidiert der Preis allerdings. Was hat den Goldpreis gestoppt? Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoffanalyse der Commerzbank: "Gestoppt ist der Goldpreis noch lange nicht! Man jammert aktuell auf sehr hohem Niveau. Die Faktoren, die den Goldpreis nach oben getrieben haben, gelten nach wie vor. Vielleicht sogar mehr als je zuvor." Welche Rolle spielen die Währungen und vor allem der internationale Währungsabwertungswettlauf? Und warum fällt der Silberpreis noch stärker als der Goldpreis? "Silber ist nicht Gold. Wir haben immer wieder betont, dass Gold und Silber unterschiedliche Rollen im Portfolio spielen." Wirkt sich die Konjunktur dort aus? Wo die Konjunktur definitiv eine Rolle spielt, ist der Ölpreis. Was ist dort zu erwarten?
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 25.09.2020 um 12:32

Achim Matzke: Coronafolgen - die 5 neuen Aktien im Eurostoxx 50 - Seitwärtsbewegung im DAX ist "trendbestätigend nach oben!"

Am 21. September 2020 werden 5 Werte im EuroStoxx 50 ausgetauscht: Hineinkommen die Papiere des Zahlungsabwicklers Adyen, des Beteiligungsunternehmens Prosus, des Spirituosenherstellers Pernod Ricard, Vonovia und des Aufzugsspezialisten Kone.
Der NASDAQ-100 konnte seit März ein beeindruckendes Wachstum mit neuen Allzeithochs hinlegen. Jetzt scheind dieser Trend vorerst beendet zu sein. Achim Matzke: "Den Aufwärtstrend hat der NASDAQ zur Seite verlassen und damit steht eine Konsolidierung an, die im Regelfall schwankungsintensiv ist. Diese Konsolidierung wird sich auch zeitlich hinziehen und das gilt auch für die großen Titel, die diesen Aufschwung getragen haben. Diese Titel haben ihre Fahnenstangen zur Seite verlassen." Was bedeuten die aktuellen Entwicklungen für den DAX? "Seit den 8.200 Punkten im März, haben wir ein schönes Comeback gefahren und seit Mitte Juni schwächt sich die Aufwärtsdynamik deutlich ab. Unterhalb der Zone 13.100 sind wir in eine Seitwärtsbewegung übergelaufen ... mich würde es nicht überraschen, wenn wir im Rest des Jahres uns im Rest des Jahres versuchen uns nach oben raus zu setzen."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 18.09.2020 um 10:23

Börsenspiel Trader 2020 ist gestartet - so viele Anmeldungen wie noch nie: "fulminanter Start!"

Das Börsenspiel Trader 2020 startet mit so vielen Anmeldungen wie noch nie. "Das Börseninteresse ist groß! Wir sind sehr zufrieden. Das ist ein Zeichen, dass Anleger sich umschauen müssen, wenn die Zinsen niedrig sind, was vielleicht noch die Aktienbörsen für sie übrig haben." Gehandelt werden Aktien, Zertifikate und Optionsscheine. Es ist ein klarer Trend erkennbar: Tesla, Apple, Amazon sind die drei top gehandelten Werte, darauf folgen Curevac und Microsoft. Bester deutscher Wert auf Platz 10 ist tatsächlich Volkswagen. Der erste Preis ist bereits verlost worden, nun ist das Rennen um den Wochensieg eröffnet. Und natürlich um den Hauptpreis dem Jaguar für den Gesamtsieger. Auch jetzt noch lohnt sich der Einstieg, erklärt Spielleiter Anouch Wilhelms.
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 08.09.2020 um 12:59

Börsenspiel Trader 2020 in den Startlöchern - was waren die Gewinnerstrategien der Vergangenheit

Am Montag, den 7. September startet das Börsenspiel Trader 2020. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Trader können sich in der Börsenpraxis üben. Spielleiter Anouch Wilhelms: "Ich sage immer: Das Wichtigste an der Börse ist, Fehler vermeiden Ich lade alle ein, im Börsenspiel Fehler zu machen. Wenn man die Fehler hier macht, spart man vielleicht sogar echtes Geld." Und so geht es: Man erhält zwei Depots mit 100.000 Euro Spielgeld und kann ab Montag loslegen. Hauptgewinn ist ein Jaguar, aber auch alle anderen können gewinnen. Deshalb lohnt es sich, schon vor dem 7. September angemeldet zu sein. Hier erfahren Sie, was wichtig wird und mit welchen Strategien die Gewinner der letzten Jahre erfolgreich waren.
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 04.09.2020 um 15:31

Devisenexperte Leuchtmann: "US-Dollar hat den Nimbus als sicherer Hafen verloren"

"Gold oder Bitcoin ernsthaft als Ersatz für Euro oder Dollar zu diskutieren, hieße das Kind mit dem Bade auszuschütten", sagt Ulrich Leuchtmann, Leiter der Devisenanalyse der Commerzbank. Er stellt den Notenbanken ein gutes Zeugnis des Krisenmanagements aus: "Es ist wichtig, dass Notenbanken aktiv Geldpolitik machen. Klar machen sie Fehler, es sind aber kleine Fehler." Die Notenbanken haben ihre Sache gut gemacht und die Krisen gedämpft. Der Euro ist auch beim derzeitigen Niveau um 1,18 relativ billig. "Die derzeitige Dollarschwäche ist ein Signal der Anleger, dass man mit dem Handling der Coronakrise nicht zufrieden ist und doch Europa im Vorteil sieht." Die alte Meinung, wonach die USA stets stärker aus Krisen kommen als der Rest der Welt, ist nicht mehr gültig.
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 27.08.2020 um 15:28

Zum 18. Mal Traders Börsenspiel: wer holt sich den Jaguar? - diesmal schon vor dem Start (7. Sept.) gewinnen

Am 7. September startet das Börsenspiel Traders 2020. Das Börsenspiel findet schon zum 18. Mal statt. Wie immer winkt dem Gewinner ein Jaguar als Hauptpreis, aber auch viele andere Preise, diesmal sogar schon vor Handelsstart. Darum gehts: im Börsenspiel lernen Teilnehmer traden, alles kostenfrei und ohne Risiko. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Trader können mitmachen, alles unter realistischen Bedingungen. Eines gewinnen also alle: mindestens Trading-Erfahrung. Alles Weitere erfahren Sie hier.
 
 

Interview mit Herrn Anouch Alexander Wilhelms (Zertifikateexperte), veröffentlicht am 18.08.2020 um 18:48

Christoph Rieger: "Das ist historisch! Negative Renditen weltweit bei Anleihen. Sparer werden enteignet."

Angesichts niedriger Renditen bei Anleihen gehen Anleger derzeit verstärkt ins Risiko und positionieren sich an den Aktienmärkten, was zum Teil zu atemberaubenden Bewertungen führt. Was aber ist das Besondere an der derzeitigen Situation? Christoph Rieger Leiter Zins- und Kreditstrategie Commerzbank: "Neu ist der Zinsrückgang in der Breite, also weltweit haben wir negative Renditen. Das ist historisch niedrig." Das führt aber auch dazu, dass sich Unternehmen günstig am Markt refinanzieren können. "Wir sehen Rekordemissionen in allen Bereichen". Doch die Sache hat einen Haken: "Einer muss die Zeche bezahlen. Die Sparer werden langsam enteignet."
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 14.08.2020 um 14:23

Starker Wirtschaftsaufschwung? - Dr. Krämer: "Die niedrig hängenden Früchte sind abgeerntet!"

Wenn man jetzt hört USA BIP -30 %, Deutschland -10 %, das sind gewaltige Minus-Zahlen, was heißt das? Helfen Sie uns das einzuordnen. Dr. Krämer: "Die Volkswirtschaften sind im Corona-Quartal ungefähr um -10 % eingebrochen. Das war der unvermeidliche Corona-Einbruch. Seitdem haben wir seit Ende April / Anfang Mai in den meisten Ländern eine deutliche Erholung. Die Corona-Beschränkungen wurden ja teilweise aufgehoben. Und dann konnte sich der Schaffensdrang der Menschen wieder Bahn brechen. Wir sehen seitdem eine deutliche Erholung. Wir sahen heute auch doppelt so starke Auftragseingänge wie erwartet. Aber nach dieser reflexhaften starken Erholung flacht sich die Erholung doch schon wieder ab. Wir kommen in eine Phase rein, in der die niedrig hängenden Früchte abgeerntet sind. Eine weitere Erholung an das Vorkrisenniveau wird schwieriger, das wird eine Zeit dauern." Wie gut sind die Deutschen Banken auf eine Firmen-Insolvenzwelle ab Oktober vorbereitet?
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 06.08.2020 um 10:22

Achim Matzke: "DAX zurück auf Los! Der starke Euro bremst DAX aus und hilft Gold-Rallye" - was bremst den TecDAX?

Der Dollar geht schwach, der Euro stark. Das bremst den DAX, hilft aber den Edelmetallen. Achim Matzke: "Aus technischer Sicht schwächt sich die Aufwärtsdynamik der Erholung ab, weil wir quasi wieder zurück auf Los sind, wo wir auch zum Jahresanfang waren. Wir haben auch Gegenwind durch einen schwachen US-Dollar, der in allen Richtungen schwächelt, jetzt könnten wir bei 13.300 bis 13.800 Punkten in eine Seitwärtsbewegung einen positiven Grundton übergehen". Wie sehr hat Wirecard den TecDAX geschwächt? Gold ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen, nun auch in Dollar. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob man die Rallye damit verpasst hat. "Nein, man darf sich nicht wundern, wenn Gold sich über 2.000 USD bewegt, denn ..."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 30.07.2020 um 09:45

Gold weltweit (außer in USD) auf Allzeithoch - Geht die Rallye weiter? - Eugen Weinberg: "Perfekter Sturm für den Kupferpreis!"

Was an den Aktienmärkten im ersten Halbjahr 2020 für Unsicherheiten gesorgt hat, hat dem Goldpreis 2020 eine beeindruckende Rally ermöglicht. Über 1.800 US-Dollar ist das gelbe Edelmetall wert und Experten gehen davon aus, dass diese Rally im dritten Quartal weiter geht. Eugen Weinberg: "In fast allen Währungen mit Ausnahme vom US-Dollar liegt der Goldpreis bereits auf Allzeithoch. Das ist ein ganz klarer Hinweis darauf, dass das Misstrauen gegenüber den jeweiligen Zentralbanken in den anderen Ländern nicht gering ist." Auch der Kupferpreis befindet sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Coronakrise, obwohl hier die Preisentwicklung stark von Angebot und Nachfrage geprägt ist. "Es ist aktuell ein perfekter Sturm für den Kupferpreis." Zudem die negative und positive Seite des Öl-Preises.
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 15.07.2020 um 11:40

Korrektur oder Liquiditäts-Hausse? Andreas Hürkamp: "Ich bin da noch skeptischer als viele andere!"

Aktienstratege Andreas Hürkamp hatte für den Spätsommer tiefere Kurse angekündigt. Stattdessen orientiert sich der DAX eher Richtung 13.000 Punkte: "Was ich falsch gesehen habe, war die Frage: Was bezahlt der Markt für die Gewinnerwartung. Ich hielt ein KGV von 12 bis 13 für vorstellbar, aber mittlerweile sind wir bei 15. Das hatte ich nicht vorausgesehen Ich kann mir vorstellen, dass wir nochmal schwächere Kurse sehen, aber die alte These von 10.000 DAX-Punkten, dafür ist wahrscheinlich einfach zu viel Liquidität im Markt". Den Rücksetzer erwartet er dennoch. Wann könnte er kommen und was könnte der Auslöser sein?
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 06.07.2020 um 16:10

Dollar als sicherer Währungshafen? - Ulrich Leuchtmann: "Wenn es nach Krise riecht, geht der Markt in den Dollar"

Die Impulse der Notenbanken müssen jetzt anhand der Konjunkturdaten bestätigt werden. Welche Auswirkungen hat das auf die Währungen? Ulrich Leuchtmann: "Wichtig für den Devisenmarkt ist die Frage nach den Mittel- bis langfristigen Folgen. Der Devisenmarkt versucht durch die aktuellen Entwicklungen durchzuschauen und die langfristigen Entwicklungen in den Wechselkursen einzupreisen." Trotz steigender Infektionszahlen in den USA gilt der Dollar aktuell als sicherer Währungshafen. "Wenn es wieder nach Krise riecht, dann geht der Markt in den Dollar ... das hat zwei Gründe: Wenn eine Währung einmal ein sicherer Hafen ist, dann ist dieser Status auch nachhaltig. Der andere Punkt ist, dass solche extremen Risikolagen dazu führen, dass es zu Dollarknappheit im Rest der Welt kommen kann."
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 03.07.2020 um 13:33

Auch in den USA keine Zinsen mehr - Christoph Rieger: "Wir müssen uns an ein global niedriges Zinsumfeld gewöhnen"

Zinsexperte Christoph Rieger: "Es ist damit zu rechnen, dass das Angebot der Anleihen am Markt steigt. Das bedeutet niedrigere Preise und höhere Rendite ... zwei Punkte darf man allerdings nicht vergessen. Zum einen spiegelt sich in den Anleiherenditen immer die Wachstums- und Inflationserwartung der nächsten Jahre wider. Und die ist deutlich gefallen. Der zweite Faktor ist einfach die massive Nachfrage der EZB." In den USA gibt es mittlerweile keine Zinsen mehr. Das ist vermutlich ein Bild, das uns in den kommenden Jahren noch weiter begleiten wird: "Wir müssen uns jetzt daran gewöhnen, dass wir global ein extrem niedriges Tiefzinsumfeld über viele Jahre bekommen werden. Die Zinsen nach Abzug der Inflationsrate werden deutlich negativ sein."
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 26.06.2020 um 11:43

2020 ein Rallye Jahr? - Achim Matzke: "Aktien steigen am Ende einer Rezession und nehmen den Konjunkturaufschwung vorweg"

Achim Matzke: "Es war eine klassische Liquiditätshausse an den internationalen Aktienmärkten. So viel Liquidität wurde noch nie an die Märkte geschleust. Mit diesem Rückenwind der enormen Liquidität sind wir massiv nach oben gelaufen ... nach so einem Aufwärtsschub gehen die Börsen im Regelfall in Seitwärtskonsolidierungen über. Im Endeffekt ist die Börse vorausgelaufen und wartet jetzt auf Zahlen aus der Wirtschaft, die dieses Niveau untermauern." Kann 2020 dann doch noch ein Rallye-Jahr werden? "Aktien steigen in der Regel am Ende einer Rezession und nehmen den Konjunkturaufschwung vorweg. So sieht es diesmal auch aus."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 19.06.2020 um 10:03

V-förmiger Aufschwung? Dr. Jörg Krämer: "Ich kenne ihn nicht und ich erwarte ihn jetzt erst recht nicht"

Viel hört man momentan über die v-förmige Erholung. Was hält Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank vom großen V? "Es geht immer langsamer nach oben, als es nach unten gegangen ist. Der v-förmige Aufschwung. Ich kenne ihn nicht und ich erwarte ihn jetzt erst recht nicht." Die Bundesregierung versucht, mit ihrem Konjunkturpaket Impulse zu erzeugen. Kann das funktionieren? "Man darf sich nicht zu viel davon versprechen. Konjunktur kann man nicht einfach hochfahren und einschalten wie eine Maschine, Wirtschaft ist keine Maschine. Das wichtigste Konjunkturprogramm ist ohnehin die Lockerung der Corona-Restriktionen. Das ist Voraussetzung dafür, dass sich der Schaffensdrang der Menschen wieder Bahnbrechen kann." Außerdem tut die Geldpolitik alles, oder geht da noch mehr? "Wir sind sicher noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen, was die lockere Geldpolitik anbelangt. Leider!" Was passiert bei einer 2. Welle mit erneutem Lockdown? "Selbst wenn es zu einer 2. Welle kommen sollte, ich glaube nicht, dass die Regierungen darauf noch mal so radikal reagieren mit einem Herunterfahren der Wirtschaft. Das kann kein Mensch finanzieren."
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 10.06.2020 um 14:57

Rallye auch beim Ölpreis - Hoffnung auf Corona-Erholung? "Die Angebotsseite ist aktuell der wichtigste Grund für den Anstieg"

Nicht nur die Aktienindizes sind im Rallyemodus, auch der Ölpreis hat deutlich zugelegt. Was sind die Faktoren? Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoffanalyse der Commerzbank: "Es gibt nicht nur eine Erklärung. Es ist nicht nur die sicherlich Hoffnung auf Wiederbelebung der Geschäfte und erhöhte Nachfrage, sondern auch Zweifel am Einfluss des Coronavirus. Aber auch die Angebotsseite." Welche Rolle spielt da gerade die OPEC bzw. die Angebotsseite? "Die Angebotsseite ist aktuell der wichtigste Grund für den Anstieg." Was lässt sich also prognostizieren für den Ölpreis?
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 03.06.2020 um 15:42

Steigende Börsen dank der Milliarden-Konjunkturpakete - Christoph Rieger: "Am Ende muss jemand die Rechnung zahlen"

Die Börsen steigen und steigen. Der Dow Jones liegt mittlerweile bei 25.000 und der DAX bei etwa 11.500 Punkten. Auch wenn der Hongkong-Streit die Rally an den Börsen vorerst beendet hat, scheinen die Milliarden-Konjunkturpakete zu wirken. Christoph Rieger: "Diese Billionen, über die wir reden, müssen auch irgendwann bezahlt werden. Die Schulden, die jetzt aufgenommen werden, werden die zukünftigen Generationen belasten und zu Umverteilungseffekten führen ... wir haben den Tiefpunkt der Wirtschaftskrise hinter uns gelassen aber die Frage ist jetzt, wie schnell man auf das Vorkrisenniveau zurückkommen wird ... viele Anleihe-Renditen sind im Vergleich zu vor der Krise gestiegen, weil enormer Angebotsdruck auf die Märkte kommt. Viele Anleihen müssen aufgenommen werden und das erfordert höhere Renditen. Deutsche Bundesanleihen sind nach wie vor sehr negativ."
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 29.05.2020 um 10:49

Währungsabwertungswettlauf am Devisenmarkt? Was können EZB, Fed, China und Japan noch machen?

Die Coronakrise hat die Notenbanken nicht nur aktiv, sondern auch kreativ gemacht: So ist in den USA inzwischen die Rede von negativen Leitzinsen. Da aber auch die EZB eher am Maximum der expansiven Geldpolitik ist, passiert im Euro/Dollar nicht all zu viel. Ulrich Leuchtmann: "Bei den Zentralbanken haben wir im Grunde die Situation, dass bei beiden Seiten nicht viel zu erwarten ist. Deshalb wird es auch wenig Bewegung geben. Eigentlich ist da gar nicht so viel los." China startet den Volkskongress und verkündet die schwächste Entwicklung seit 30 Jahren. Was ist von der Währung zu erwarten. Auch Japan reagiert, was wird aus dem Yen? Ist überhaupt nochmal größere Bewegung zu erwarten? "Das kommt darauf an, wie es mit der Coronapandemie weitergeht."
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 22.05.2020 um 15:56

Andreas Hürkamp: "Wir werden im Spätsommer nochmal eine deutlichere Korrektur sehen" - mit neuen Jahrestiefs?

Der DAX scheint momentan zwischen der 10.000 und der 11.000 Punktemarke festzustecken: Seitwärtsmarkt. Aktienstratege Andreas Hürkamp erwartet einen solchen Markt noch für das gesamte Jahr, allerdings in einer größeren Spanne: 8.500 bis 11.500 Punkten. Das bedeutet, auch ein Rücksetzer könnte nochmal kommen? "Wir werden im Spätsommer nochmal eine deutlichere Korrektur sehen." Aktuell kommt der Seitwärtsmarkt aus dem ikonischen Kampf von Bullen und Bären, wer hat die besseren Argumente? "Ich bin der Meinung, dass wir eher die negative Seite bekommen in den nächsten Monaten. Bei 11.000 ist erst mal der Deckel drauf." Welche Rolle spielt dabei die weitere Corona-Entwicklung?
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 15.05.2020 um 11:34

Achim Matzke: Die Re-Opening-Gewinner! - "DAX könnte sich über 11.000 festsetzen"

Achim Matzke: "Die Wirtschaft wurde auf Anweisung stillgelegt. Nun mit dem Re-Opening wieder zu starten, was heißt das für den DAX? Wir sind in einer Erholungsbewegung, die Dynamik ist natürlich viel zu hoch, in diesem Tempo wird es nicht so weiter gehen. Es wird selektiver gehen. Und es deutet sich schon an, dass wir uns im DAX deutlich über 11.000 Punkte festsetzen können. Die Marktaufspaltung wird Top-Thema sein in Gewinner- und Verlierer-Branchen nach der Corona-Krise." Was sind nun die richtigen Re-Opening-Gewinner Branchen?
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 08.05.2020 um 10:35

Dr. Krämer: "Müssen mit einem 10 % Minus-BIP rechnen! - Nur in Ausnahmefällen sollte sich der Staat an Eigenkapital beteiligen"

Nach 6 Wochen wirtschaftlichem Shutdown: wie groß wird der Schaden sein? Dr. Krämer Commerzbank: "Wir haben ja jetzt schon erfahren, dass das BIP im 1. Quartal 2020 gesunken ist und im 2. Quartal wird es einen Einbruch von 10 % geben. Die Wirtschaft wird sich danach nur sehr langsam erholen. Vielleicht Ende nächsten Jahres wieder das Niveau des BIPs erreichen, was wir vor der Krise hatten. Darüber hinaus gibt es ja soziale Schäden, wie Berufsabsolventen, die jetzt keinen Job finden. - Die Europäische Zentralbank spielt bei der Stabilisierung von Italien und der Währungsunion eine wichtige Rolle."
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 29.04.2020 um 15:56

WTI-Öl Preis minus 37,36 Dollar - Eugen Weinbergs Beweise für Manipulation der Marktpreise? - Zwangsliquidation von 2 Fonds?

Historischer Ölpreis-Absturz an der US-Börse. Der WTI-Preis kippte gestern auf fast Minus 40 Dollar ins Negative. Die Folgen der Coronakrise machen sich aufgrund gesunkener Nachfrage am Rohölmarkt bemerkbar. Fundamental nachvollziehen lässt sich dieser enorme Einsturz des Ölpreises jedoch nicht wirklich. Was steckt neben der gesunkenen Nachfrage und einem Überangebot hinter dem Einbruch? Eugen Weinberg: "Das Geschehen im späten Handel gestern bei WTI hat mit dem physischen Handel überhaupt nichts zu tun. Es gibt Beweise dafür, dass das Geschehen gestern Abend höchstwahrscheinlich eine Art Manipulation der Marktpreise war und auch mit den Zwangsliquidationen eines oder mehrerer Fonds zu tun hatte ... Die Verbindung zwischen dem physischen und dem Terminmarkt war wahrscheinlich noch nie so schwach."
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 21.04.2020 um 08:50

Zweiter Coronacrash? - US-Wirtschaft beflügelt von Trumps Corona-Maßnahmen - Gewinner der Krise

Aktuell steht der DAX noch auf wackeligen Beinen. Könnte sich nach dem ersten Coronacrash ein ähnliches Bild wie bei der Finanzkrise 2008/2009 ergeben und der Markt erholt sich auch diesmal erst nach einem zweiten Einbruch nachhaltig? Achim Matzke: "Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir auch beim nächsten Rücksetzer die 8.200 Punkte im DAX nicht unterbieten." Beflügeln Trumps angekündigte Lockerung die US-Wirtschaft? "Teilweise haben die US-Börsen die Erholung schon vorweggenommen. Es ist für den Staat billiger direkt zu unterstützen, als später jahrelang die Folgekosten zu tragen ... die Krisengewinner sind Sektoren wie Pharma, Medizintechnik und Technologie im Allgemeinen."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 17.04.2020 um 10:13

Eugen Weinberg: "Ölpreis volatil wie nie" - Egos, Corona, Weltwirtschaft - Warum ist es so schwierig, eine Einigung zu finden?

Alle reden über Corona, doch es gab noch ein zweites entscheidendes Ereignis: den Ölpreiscrash. Ein Stück weit spielt auch dort Corona eine Rolle, da die Unsicherheit auf der Nachfrageseite groß bleibt. Rohstoffexperte Eugen Weinberg: "Der wichtigste Punkte für den schwachen Ölpreis ist die Nachfrageschwäche." Auf den Crash folgte der größte Tagesgewinn aller Zeiten im Ölpreis aufgrund von Gerüchten, Fake News und Spekulationen. "Es ist extrem volatil. So volatil wie nie zuvor." Die Einigung der OPEC bzw. OPEC+ steht weiterhin aus, angeblich soll sie am Donnerstag beschlossen werden. Wie groß sieht Eugen Weinberg die Chance, dass das geschehen könnte? Warum fällt eine Einigung so schwer? Welche Rolle spielen die Egos der beteiligten Persönlichkeiten? Wohin wird der Ölpreis gehen?
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 07.04.2020 um 12:40

Christoph Rieger: Corona und der Anleihemarkt - Safe Haven Funktion verloren? Kommen jetzt Coronabonds?

Die Coronapandemie hat für starke Volatilität gesorgt, auch der Bondmarkt ist davon befallen: "Zuerst gab es einen typischen Fluchtreflex: raus aus Risikoklassen, rein in vermeintliche sichere Häfen wie Staatsanleihen. Die Bundesanleihe ist deshalb auf ein neues Rekordtief gefallen. Dann kam die Wende: der Aktienausverkauf ging weiter, aber es hat auch ein Ausverkauf bei den Anleihen begonnen." Also kein sicherer Hafen mehr? "Zum einen musste viele Marktteilnehmer Cash generieren, der zweite Grund sind die riesigen Rettungspakete. Es werden noch enorm viele Anleihen begeben werden müssen." Kommen jetzt Coronabonds? Ist das Risiko im Bondmarkt gestiegen? Erst recht bei Unternehmensanleihen ist die Unsicherheit groß. Bleibt die Volatilität groß und welche Rolle spielt dabei die Corona-Entwicklung?
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 03.04.2020 um 15:21

Corona-Auswirkungen auf den Devisenmarkt - Notenbanken auf Expansionskurs, aber kein Währungskrieg

Auch der Devisenmarkt bekommt die Auswirkungen der Coronapandemie zu spüren. Nachdem es Anfang des Jahres sehr ruhig war, kommt nun die Volatilität zurück. Ulrich Leuchtmann: "Es ist wieder Leben zurückgekehrt, mehr als ich mir gewünscht hätte". Eine Rolle dabei spielen wie immer die Notenbanken. Die sind wieder in den absoluten Expansionsmodus zurück. "Für die Fed erwartet der Markt, dass sie bis mindestens Ende des Jahres die Zinsen nicht anheben wird, andererseits ist es aber auch unwahrscheinlich, dass die Zentralbanken mit noch negativeren Zinsen experimentieren. Die Bankensysteme jetzt belasten, das wird keine Zentralbank machen wollen. Wir brauchen die Banken für die Refinanzierung der Wirtschaft. Es geht nicht mehr nach oben, es geht nicht mehr nach unten. Die Zinsen sind auf niedrigem Niveau eingefroren." Die Folgen: "Yen und Schweizer Franken werden nicht mehr sicherer Hafens ein." Spannend momentan außerdem: Die "Rohstoffwährungen" wie der russische Rubel.
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 26.03.2020 um 13:38

Dr. Krämer: "Die EZB hat das Richtige gemacht! - Liquidität für Banken - eine Leitzinssenkung würde nichts bringen!"

Die Börsen waren nach der EZB-Sitzung enttäuscht und der DAX verlor am Donnerstag, 12. März 2020 über -12 %. Dr. Jörg Krämer: "Der Markt hatte sich gewünscht, dass die EZB Ihren Leitzins noch mal senken würde. Aber die EZB tat recht daran, es nicht zu tun! Auch, wenn der Markt mal enttäuscht war. Es würde nichts bringen, den Leitzins noch einmal zu senken, denn die negativen Nebenwirkungen sind einfach viel zu ausgeprägt. Die EZB hat das Richtige gemacht: sie hat sich darauf konzentriert, eine Kreditklemme zu vermeiden, d. h. sie hat den Banken zusätzlich Liquidität bereitgestellt, um den Firmen Kredite zu geben. Und das wird irgendwann der Markt verstehen, auch wenn er gestern enttäuscht war."
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 13.03.2020 um 12:18

Panikmodus an den Ölmärkten Brent -30 % - E. Weinberg: "Wir halten das für übertrieben, aber es könnte noch eine Zeit anhalten!"

Der Ölpreis ist um 30 % in der Nacht zum Montag abgesackt und hatte damit seinen stärksten Einbruch seit fast 30 Jahren. Eugen Weinberg: "Der Grund dafür ist der Preiskrieg, der über die letzten Tage entbrannt ist. Zu den ohnehin schwachen Nachrichten kommt jetzt nochmal eine massive Steigerung des Angebots hinzu." Gold ist und bleibt in Krisenzeiten ein sicherer Hafen. Eugen Weinberg rechnet zwar langfristig mit einem steigenden Goldpreis, aber die aktuelle Panik ist kein nachhaltiger und zuverlässiger Indikator. "Bevor der Aufwärtstrend bei Gold wieder anfängt, bräuchte man vorher eine kleine Korrektur ... Wenn sich die Panik legt und die Vernunft wieder in die Märkte zurückkommt, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wir die Korrektur im Goldpreis bekommen."
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 09.03.2020 um 09:24

Andreas Hürkamp: "Der Markt zweifelt zunehmend an der Wirksamkeit der Notenbanken - 2021 kann der Bärenmarkt 20-40 % kosten!"

Die US-Notenbank Fed senkt die Zinsen. Sehr überraschend und sehr deutlich. Die Märkte und die Notenbanken sind nervös, und das aus gutem Grund. Andreas Hürkamp, Leiter Aktienmarktstrategie der Commerzbank: "Das war der stärkste Rückgang vom Allzeithoch seit 1933!" Eigentlich wäre diese Senkung nicht notwendig gewesen, die US-Wirtschaft ist äußerst robust mit Lohnwachstum und Vollbeschäftigung. "Aber die Notenbank versucht, die Ängste der Marktteilnehmer zu beruhigen." Auch die EZB wird vermutlich nachziehen und für 20 Mrd. Euro vor allem Unternehmensanleihen kaufen. Diese Gemengelage wird die Märkte stützen, zumindest im laufenden Jahr. Der DAX ist derzeit unterstützt bei 11.800 Punkten. Aber die Gefahr ist groß, dass der Bullenmarkt nach 11 Jahren ausläuft: "2021 könnte der Assetklasse Aktie Wertverluste drohen von bis zu 40 %!"
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 04.03.2020 um 15:58

Wie investieren Anleger in der Coronakrise? "Wir sehen einen reißenden Absatz von Discountzertifikaten"

Der Börsentag in Frankfurt (29. Februar 2020) war recht gut besucht. Er lag ja auch am Ende der Corona-Korrektur-Woche. Holger Fertig: "Vor einer Woche hätte man noch über Absicherungsstrategien und Optionsscheine geredet. Das wäre ein guter Zeitpunkt für Absicherung gewesen. Heute, 1.000 Punkte tiefer, sollte man eher fragen: wie investiert man momentan?" Die Börsentagbesucher suchen nach Anlagealternativen. Eine der momentanen Empfehlungen: Discountzertifikate. "Wir sehen einen reißenden Absatz von Discountzertifikaten." Was sind die Vorteile?
 
 

Interview mit Herrn Holger Fertig (Produktmanager Zertifikate und ETF), veröffentlicht am 02.03.2020 um 15:06

Es rappelt in der Börsen-Kiste, jetzt ist Corona auch an der Wall Street angekommen - Ist die Party vorbei? Dow verliert -3 %

In der Nacht hatten wir einen Dow Jones-Rücksetzer mit mehr als -3 %, und mehr als 1.000 Punkte Verlust, das haben wir schon lang nicht mehr gesehen. Ist die Party damit vorbei? Achim Matzke: "Die amerikanischen Aktienmärkte haben die brillanten Aufwärtsbewegungen der letzten 5 Monate zur Seite verlassen. Der S&P 500 könnte sich bis auf seine 200-Tagelinie zurückentwickeln bis auf 3.050 Punkte." Der DAX verlor die 12.800 Punkte-Marke, Corona ist nun auch in Frankfurt am Parkett angekommen. Der Handel mit Italien wird die deutsche Industrie belasten. Lufthansa kündigt Sparprogramm an (unbezahlter Urlaub), … könnten wir auch die 12 vorne im DAX verlieren?
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 26.02.2020 um 10:12

Dr. Jörg Krämer: "Die Börse hat nicht nur keine Virusangst, die Börse hat überhaupt keine Angst mehr"

Corona und die Weltwirtschaft, so schnell werden wir das Thema wohl nicht los. Es mehren sich die Meldungen von Unternehmen, die Ausfälle oder Verzögerungen aufgrund des Coronavirus in China melden müssen. VW verschiebt die Produktion, Apple meldet eine Gewinnwarnung, jetzt kommt auch Adidas mit Meldungen, die Branchen sind also vielfältig. Und eines sehen wir jetzt: man kann als Marktteilnehmer nicht einfach achselzuckend drüber hinwegsehen. Wie sehr wird die Corona-Epidemie die Wirtschaft treffen? Dr. Jörg Krämer: "Ich glaube das 1. Quartal 2020 in China wird sehr schlecht ausfallen." Der Börse scheint es nichts auszumachen. "Die Börse hat nicht nur keine Virusangst, die Börse hat seit ein paar Jahren überhaupt keine Angst mehr. Das ist der Anlagenotstand." Dennoch gibt es Grund zur Zuversicht. "Die Anleger gehen davon aus, dass das kein Dauerzustand ist und die Wirtschaft sich stabilisiert."
 
 

Interview mit Herrn Dr. Jörg Krämer (Chefvolkswirt), veröffentlicht am 19.02.2020 um 15:42

Achim Matzke, Leiter Chartanalyse Commerzbank: "Das klingt verrückt, aber das Coronavirus ist sogar positiv für die Börsen!"

An der Wall Street sind die 30.000 Punkte offensichtlich nur eine Frage der (kurzen) Zeit. Achim Matzke ist optimistisch auch für das laufende Jahr 2020: "Die Begleitumstände für die US-Unternehmen sind günstig und die Rallye am US-Markt geht weiter, wenn auch nicht so stark wie bisher, aber Präsidentschafts-Wahljahre sind gute Börsenjahre." Doch welche Auswirkung wird das Coronavirus haben? "Das Coronavirus bremst einen ohnehin schwächelnden chinesischen Markt zusätzlich aus. Aber wenn man das in den Griff bekommt, dann kommen die Märkte wieder ins Laufen." Besser noch: Mittelfristig ist Corona sogar positiv für Aktien: "Das klingt verrückt, aber das wird am Ende den Notenbanken noch mehr Spielraum für lockere Geldpolitik geben." Für den Euro Stoxx50 sieht Matzke ein Kursziel von 4.000 Punkten. "Auch der Euro Stoxx50 versucht aus der Pendelbewegung nach oben auszubrechen (…) und die Chancen stehen gut." Problematisch sieht Matzke die kommende Berichtssaison hierzulande: "Wir werden bescheidene Äußerungen hören von Firmen, die ihre Prognosen zurücknehmen müssen. Versorger oder Immobilien sind da stabiler."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 14.02.2020 um 11:22

Dramatische Entwicklung: "Coronavirus nicht auf die leichte Schulter nehmen!" - Rohstoffexperte Weinberg sieht dunkle Wolken

Der Umgang mit dem Coronavirus hat allen Beteiligten die strukturellen Schwächen der chinesischen Wirtschaft vor Augen geführt. Darum ist der Preisrückgang bei den Rohstoffen so deutlich, sagt Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoffanalyse der Commerzbank. Denn der Zusammenhang zwischen Coronavirus und Preisrückgang ist bei allen Rohstoffen zu erkennen. Aber ist es schon wieder der richtige Zeitpunkt, um auf dem reduzierten Preisniveau einzusteigen? "Es kommt darauf an, ob wir tatsächlich in wenigen Wochen den Höhepunkt der Infektionen erreicht haben und damit die Ausbreitung stoppen." Anderenfalls aber kumulieren sich die Probleme Virus, Handelsstreit und angesprochene Strukturprobleme - was zu noch tieferen Rohstoffpreisen führen kann. Es ist eine "digitale Situation" so Weinberg - "Entweder-Oder". Auch eine Pause der weltweiten Aktienmärkte ist nicht ausgeschlossen. Beim Gold allerdings tummeln sich schon wieder viele Spekulanten, was zu einer bedenklichen Überhitzung führt, so Weinberg. Aus diesem Grund rechnet der Experte mit einer Korrektur des Goldpreises bis zum Sommer.
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 07.02.2020 um 14:24

Christoph Rieger: Kann man mit Anleihen noch Geld verdienen? Und welche Auswirkungen hat das Coronavirus?

Auf dem Fondskongress 2020 in Mannheim wurde unter anderem darüber diskutiert, ob man mit Anleihen überhaupt noch Geld verdienen kann. "Investoren werden durch das aktuelle Umfeld immer mehr dazu, mehr Risiko zu nehmen. Das gilt an den Bondmärkten, aber das Gleiche kann man auch in anderen Assetklassen beobachten." 2019 war ein gutes Anleihenjahr, allerdings auch wegen Kursgewinnen. Das lässt sich so wohl nicht wiederholen. Dennoch sieht Christoph Rieger noch immer Chancen. Welche Rolle könnte die aktuelle Unruhe wegen des Coronavirus für den Anleihemarkt spielen?
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 31.01.2020 um 12:37

Entkommen aus der Zinsfalle - Patrick Kesselhut: "Man muss ins Risiko gehen - Gleich welcher Anlage"

Experten sind sich einig darin, dass die Zinsen noch lange auf einem Negativniveau bleiben werden. Auf dem Börsentag Dresden 2020 spricht Patrick Kesselhut daher zu vielen Besuchern, die einen Ausweg aus der Zinsfalle suchen: "Vor Ende des Jahrzehnts rechnet kaum jemand mehr mit steigenden Zinsen. Wir haben jedes Jahr eine reale Entwertung des Vermögens von ca. 1,6 %." Welche alternativen Möglichkeiten gibt es, um sein Geld anzulegen? "Am Ende muss ich in Sachwerte und ins Risiko gehen. Da gibt es mit ETFs, Immobilien, Edelmetallen oder Discount-Zertifikaten mehrere Möglichkeiten sein Geld zu investieren". Die beste Strategie hängt dabei vom Anlagetyp ab.
 
 

Interview mit Herrn Patrick Kesselhut (Public Distribution Germany bei Commerzbank AG), veröffentlicht am 20.01.2020 um 13:07

Ulrich Leuchtmann: schwächstes China BIP seit 30 Jahren und Burgfrieden im Handelskonflikt - was bedeutet das für die Währungen?

Währungsupdate mit Ulrich Leuchtmann: China ist im Fokus wegen aktueller Meldungen über das schwächste BIP-Wachstum seit 30 Jahren mit 6,1 %. "Für die Währung heißt das im Grunde, dass China keine starke Währung verträgt." Im Laufe der Woche gab es den Burgfrieden im Handelskonflikt mit den USA. Daraufhin hat Donald Trump auch die Anschuldigung der Währungsmanipulation zurückgenommen. Trump will außerdem 2020 als Präsident wiedergewählt werden. Was für einen Dollar wünscht er sich bzw. braucht er? Die vorübergehende Ruhe im Handelskonflikt lässt fundamentale Dinge in den Fokus rücken. Was ist beim Euro jetzt wichtig? Außerdem hat die türkische Notenbank den Leitzins in dieser Woche gesenkt. Was bedeutet das für die türkische Lira?
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 17.01.2020 um 11:43

DAX Prognose 2020 - Andreas Hürkamp: "Bei einer 14 vorne im DAX in diesem Jahr vorsichtig werden"

2019 war ein sehr gutes Börsenjahr, in dem auch die Prognosen von Andreas Hürkamp übertroffen wurden: "Ich hatte 10-15 % Potenzial gesehen im DAX, letztendlich sind es 25 % geworden. Das hat mich schon überrascht." Borgen wir dabei von der Zukunft? "Ich erwarte ein Jahr von 0-5 % Performance, aber ein Bärenmarkt ist weiter ausgeschlossen." Wie konservativ ist die Jahresprognose von 13.700 Punkten? Und wie volatil wird der Weg dort hin? "Mein Jahreshoch liegt bei 14.400 Punkten. Ich könnte mir im Vorfeld der Dividendensaison Niveaus über 14.000 Punkten vorstellen. Aber: In diesem Jahr sollte man bei einer 14 vorne im DAX vorsichtig werden und eher Positionen abbauen."
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 10.01.2020 um 16:06