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Achim Matzke, Leiter Chartanalyse Commerzbank: "Das klingt verrückt, aber das Coronavirus ist sogar positiv für die Börsen!"

An der Wall Street sind die 30.000 Punkte offensichtlich nur eine Frage der (kurzen) Zeit. Achim Matzke ist optimistisch auch für das laufende Jahr 2020: "Die Begleitumstände für die US-Unternehmen sind günstig und die Rallye am US-Markt geht weiter, wenn auch nicht so stark wie bisher, aber Präsidentschafts-Wahljahre sind gute Börsenjahre." Doch welche Auswirkung wird das Coronavirus haben? "Das Coronavirus bremst einen ohnehin schwächelnden chinesischen Markt zusätzlich aus. Aber wenn man das in den Griff bekommt, dann kommen die Märkte wieder ins Laufen." Besser noch: Mittelfristig ist Corona sogar positiv für Aktien: "Das klingt verrückt, aber das wird am Ende den Notenbanken noch mehr Spielraum für lockere Geldpolitik geben." Für den Euro Stoxx50 sieht Matzke ein Kursziel von 4.000 Punkten. "Auch der Euro Stoxx50 versucht aus der Pendelbewegung nach oben auszubrechen (…) und die Chancen stehen gut." Problematisch sieht Matzke die kommende Berichtssaison hierzulande: "Wir werden bescheidene Äußerungen hören von Firmen, die ihre Prognosen zurücknehmen müssen. Versorger oder Immobilien sind da stabiler."
 
 

Interview mit Herrn Achim Matzke (Leiter technische Analyse), veröffentlicht am 14.02.2020 um 11:22

Dramatische Entwicklung: "Coronavirus nicht auf die leichte Schulter nehmen!" - Rohstoffexperte Weinberg sieht dunkle Wolken

Der Umgang mit dem Coronavirus hat allen Beteiligten die strukturellen Schwächen der chinesischen Wirtschaft vor Augen geführt. Darum ist der Preisrückgang bei den Rohstoffen so deutlich, sagt Eugen Weinberg, Leiter der Rohstoffanalyse der Commerzbank. Denn der Zusammenhang zwischen Coronavirus und Preisrückgang ist bei allen Rohstoffen zu erkennen. Aber ist es schon wieder der richtige Zeitpunkt, um auf dem reduzierten Preisniveau einzusteigen? "Es kommt darauf an, ob wir tatsächlich in wenigen Wochen den Höhepunkt der Infektionen erreicht haben und damit die Ausbreitung stoppen." Anderenfalls aber kumulieren sich die Probleme Virus, Handelsstreit und angesprochene Strukturprobleme - was zu noch tieferen Rohstoffpreisen führen kann. Es ist eine "digitale Situation" so Weinberg - "Entweder-Oder". Auch eine Pause der weltweiten Aktienmärkte ist nicht ausgeschlossen. Beim Gold allerdings tummeln sich schon wieder viele Spekulanten, was zu einer bedenklichen Überhitzung führt, so Weinberg. Aus diesem Grund rechnet der Experte mit einer Korrektur des Goldpreises bis zum Sommer.
 
 

Interview mit Herrn Eugen Weinberg (Leiter Rohstoffanalyse), veröffentlicht am 07.02.2020 um 14:24

Christoph Rieger: Kann man mit Anleihen noch Geld verdienen? Und welche Auswirkungen hat das Coronavirus?

Auf dem Fondskongress 2020 in Mannheim wurde unter anderem darüber diskutiert, ob man mit Anleihen überhaupt noch Geld verdienen kann. "Investoren werden durch das aktuelle Umfeld immer mehr dazu, mehr Risiko zu nehmen. Das gilt an den Bondmärkten, aber das Gleiche kann man auch in anderen Assetklassen beobachten." 2019 war ein gutes Anleihenjahr, allerdings auch wegen Kursgewinnen. Das lässt sich so wohl nicht wiederholen. Dennoch sieht Christoph Rieger noch immer Chancen. Welche Rolle könnte die aktuelle Unruhe wegen des Coronavirus für den Anleihemarkt spielen?
 
 

Interview mit Herrn Christoph Rieger (Leiter Zins und Credit Research), veröffentlicht am 31.01.2020 um 12:37

Entkommen aus der Zinsfalle - Patrick Kesselhut: "Man muss ins Risiko gehen - Gleich welcher Anlage"

Experten sind sich einig darin, dass die Zinsen noch lange auf einem Negativniveau bleiben werden. Auf dem Börsentag Dresden 2020 spricht Patrick Kesselhut daher zu vielen Besuchern, die einen Ausweg aus der Zinsfalle suchen: "Vor Ende des Jahrzehnts rechnet kaum jemand mehr mit steigenden Zinsen. Wir haben jedes Jahr eine reale Entwertung des Vermögens von ca. 1,6 %." Welche alternativen Möglichkeiten gibt es, um sein Geld anzulegen? "Am Ende muss ich in Sachwerte und ins Risiko gehen. Da gibt es mit ETFs, Immobilien, Edelmetallen oder Discount-Zertifikaten mehrere Möglichkeiten sein Geld zu investieren". Die beste Strategie hängt dabei vom Anlagetyp ab.
 
 

Interview mit Herrn Patrick Kesselhut (Public Distribution Germany bei Commerzbank AG), veröffentlicht am 20.01.2020 um 13:07

Ulrich Leuchtmann: schwächstes China BIP seit 30 Jahren und Burgfrieden im Handelskonflikt - was bedeutet das für die Währungen?

Währungsupdate mit Ulrich Leuchtmann: China ist im Fokus wegen aktueller Meldungen über das schwächste BIP-Wachstum seit 30 Jahren mit 6,1 %. "Für die Währung heißt das im Grunde, dass China keine starke Währung verträgt." Im Laufe der Woche gab es den Burgfrieden im Handelskonflikt mit den USA. Daraufhin hat Donald Trump auch die Anschuldigung der Währungsmanipulation zurückgenommen. Trump will außerdem 2020 als Präsident wiedergewählt werden. Was für einen Dollar wünscht er sich bzw. braucht er? Die vorübergehende Ruhe im Handelskonflikt lässt fundamentale Dinge in den Fokus rücken. Was ist beim Euro jetzt wichtig? Außerdem hat die türkische Notenbank den Leitzins in dieser Woche gesenkt. Was bedeutet das für die türkische Lira?
 
 

Interview mit Herrn Ulrich Leuchtmann (Leiter FX-Strategie), veröffentlicht am 17.01.2020 um 11:43

DAX Prognose 2020 - Andreas Hürkamp: "Bei einer 14 vorne im DAX in diesem Jahr vorsichtig werden"

2019 war ein sehr gutes Börsenjahr, in dem auch die Prognosen von Andreas Hürkamp übertroffen wurden: "Ich hatte 10-15 % Potenzial gesehen im DAX, letztendlich sind es 25 % geworden. Das hat mich schon überrascht." Borgen wir dabei von der Zukunft? "Ich erwarte ein Jahr von 0-5 % Performance, aber ein Bärenmarkt ist weiter ausgeschlossen." Wie konservativ ist die Jahresprognose von 13.700 Punkten? Und wie volatil wird der Weg dort hin? "Mein Jahreshoch liegt bei 14.400 Punkten. Ich könnte mir im Vorfeld der Dividendensaison Niveaus über 14.000 Punkten vorstellen. Aber: In diesem Jahr sollte man bei einer 14 vorne im DAX vorsichtig werden und eher Positionen abbauen."
 
 

Interview mit Herrn Andreas Hürkamp (Leiter Aktienmarktstrategie), veröffentlicht am 10.01.2020 um 16:06